Kolumne: Die Sache mit der Spontanität

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Kennt ihr dass, wenn ihr via Social Median an die guten alten Zeiten erinnert werdet? An die Zeiten wo Spontanität zum festen Bestandteil des Lebens gehörte? An die Zeiten, als man noch ganz spontan am Abend wegging und die Nacht zum Tag gemacht hat? Als man sich ganz spontan in den Zug gesetzt hat oder irgendwo Urlaub gemacht hat?
Klingt doch spannend und aufregend! Und jetzt? Passiert das irgendwie gar nicht mehr.
Und ich frage mich: Wann bin ich so bequem geworden? Habe ich mich gerade schon wieder lieber für die Couch und gegen einen spontanen Partynacht entschieden? Gehört das jetzt auch zum Erwachsen werden? Schwindet im Alter unsere Spontanität? Oder setzten wir im Älterwerden auf andere Prioritäten?
Schnell stellt ich fest, dass es gar nicht so einfach ist, die eigene Komfortzone wieder zu verlassen. Sätze wie: „Ich muss morgen früh raus.“ oder „Ich habe gerade wahnsinnig viel mit meiner Arbeit zu tun.“ – werden zu unseren ständigen Begleitern. Die Ausreden werden mit der Zeit immer besser und schnell hat man sich eine feine & kuschelige Zone geschaffen, wo das Leben nach einen wunderbar geregelten Zeitplan verläuft. Spontane Treffen unter der Woche werden seltener, Verabredungen am Wochenende werden schon Wochen oder Monate vorher geplant und Samstagabende werden doch lieber Zuhause im Home-Kino verbracht. Letztlich sind Bequemlichkeit und Gewohnheit doch irgendwie einfacher als das Unbekannte oder das Ungewisse. Wie schaffen wir es also aus der eigenen Komfortzone wieder heraus?
Freitagabend, ich sitze auf der Couch mit dem Handy in der Hand. „Und bist du heute Abend spontan dabei.“ Ich überlege, die Couch wäre jetzt  schon gemütlicher. Und eine gute Ausrede hätte ich auch parat: „Ich habe gerade ziemlich viel um die Ohren und eigentlich kenne ich dort doch keinen.“
Dennoch sagte ich spontan zu, machte mich fertig, ging aus und hatte einen lustigen Abend. Die eigenen Komfortzone wieder zu verlassen, ist vielleicht doch gar nicht so schwer. Vielleicht müssen wir nur ab und zu einfach unserer Bequemlichkeit über Bord werfen und etwas Neues wagen. Pläne und Gewohnheiten geben uns zwar eine  Sicherheit, aber seien wir doch ehrlich,  die aufregendsten und schönsten Geschichten lassen sich nicht planen und geschehen meistens ganz unerwartet.
Wie spontan seit ihr?
Habt ihr selbst auch eine Komfortzone?
Habt ihr selbst auch Ausreden, die euch von eurer eigene Spontanität abhält um in eurer Komfortzone bleiben zu können?
 

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Liebe Grüße

18 Comments

  1. 1

    meine liebe Martina,
    und ob mir das bekannt vorkommt, sehr sogar. aber ehrlich gesagt, entweder ich bin eine super bequeme Person oder es gehört tatsächlich in gewisser Weise zum erwachsen werden dazu. denn ich habe mir dem ganzen Bloggen und Social Media-Rummel erst angefangen, als ich schon älter war und zog meine Couch trotzdem einer Partynacht vor …
    natürlich hat das auch immer etwas mit Vorlieben zu tun :)

    solche spontanen Erlebnisse machen dafür aber auch umso mehr Spaß, wenn man sie nicht immer hat :)

    hab einen tollen Wochenstart,
    ❤ Tina
    https://liebewasist.wordpress.com/
    https://www.instagram.com/liebewasist/

  2. 2
  3. 3
  4. 4

    Ich weiss genau, was du meinst liebe Martina! Manchmal ist die Couch einfach gemütlicher und man muss sich eine Auszeit gönnen. Dabei finde ich es aber wichtig, sich auch wirklich auszuspannen und nicht die ganze Zeit daran zu denken, wie es gewesen wäre, wenn man doch weg gegangen wäre. Aber dann gibt es auch wieder diese Momente, wo man sich ein wenig aufraffen muss. Die besten Dinge passieren sowieso meist spontan :)
    Liebst, Carmen – http://www.carmitive.com

  5. 5

    Ich war früher sehr spontan, da wurde gefragt ob ich Lust habe was zu machen. Wir sind dann ausgegangen. Aber mittlerweile bleibe ich lieber zu Hause und lese oder schaue eine DvD :-D
    Die spontanen Sachen sind doch die Schönsten finde ich :) Da ist man dann doch froh, wenn man mal raus gekommen ist.

    Dankeschön <3 Der Weckmann war aber auch sehr lecker :)
    Sleepy Hollow ist schon toll :D

    Alles Liebe Sara <3

  6. 6

    Was für ein toller, nachdenklicher Post, liebe Martina! Ich muss ehrlicherweise zugeben, Spontanität ist und war niemals meine Stärke … Ich bin mit Sicherheit der unspontanste Mensch, den ich kenne, kann und will das aber einfach nicht abstellen. Spontanität und unvorhergesehene Begebenheiten stresses mich.

    xx Sarah-Allegra
    http://www.fashionequalsscience.com

  7. 7

    Ich mag deine Art zu schreiben total gern! Zum Thema Spontanität kann ich nur sagen, dass ich früher überhaupt nicht spontan war und alles immer im Vorfeld planen musste – und wenn manche Sachen dann nicht nach Plan liefen, hat mich das unglaublich gestresst..
    Seitdem ich im Ausland lebe (seit nunmehr 6 Jahren) hat es sich komischerweise komplett gewandelt und ich bin super spontan, weil ich gemerkt habe, dass mir sonst so unglaublich viele tolle Momente entgangen wären :-)

    xx Lara THE DAINTY THINGS

  8. 8
  9. 9

    Das kenne ich nur zu gut! Ich war zwar noch nie eine Partymaus und habe das Wochenende auch früher immer mal gerne Zuhause verbracht, aber in letzter Zeit wird es immer schlimmer. Am Sonntag wollte ich erst mit meinem Freund ins Kino gehen. Am Ende haben wir uns dann Pizza bestellt, Home Kino gemacht und um 10 Uhr waren wir beide tief und fest am Schlafen. Irgendwie hat man sich an diese Bequemlichkeit schon so gewöhnt, dass es wirklich schwer ist aus diesem Trott wieder herauszukommen. Dabei sind wir doch jetzt eigentlich im ‚perfekten Alter‘. Wir sind alt genug, um alles machen zu können, aber trotzdem noch jung. Manchmal sollte man wohl einfach mal seinen inneren Schweinehund überwinden und wenn man erstmal unterwegs ist, ist man ja meistens plötzlich auch gar nicht mehr so kaputt :)

    Liebe Grüße,
    Jana von bezauberndenana.de

  10. 10

    Ah ja, das ist so eine Sache… ich merke auch, wie ich bei solchen Dingen nicht mehr so spontan bin wie früher. Gerade, wenn ich mit der Arbeit viel zu tun habe. Allerdings muss ich da oft genug so spontan sein… dann reicht es mir manchmal in der Freizeit damit und ich hab lieber was geplant. Oder eben doch nur einen Couchabend. ;)
    Dabei sollte man da auch oft mal etwas „mutiger“ sein und einfach machen. Sind meistens die besten Abende, die man dann verbringt.

    Ich leide wirklich mit dir!
    Ich habe, bevor ich krank geworden bin, auch eine Phase gehabt, in der ich immer mehr Migräne bekommen habe. Ich habe dann auch gut zwei Jahre rumprobiert und vieles versucht. Nur hat’s immer nicht wirklich was gebracht. Das ist schon echt ermüdend und total nervig. Es hilft auf jeden Fall mal mit den Klassikern anzufangen (viel trinken, Gutes essen), aber die Magnesiumdosis zu erhöhen ist auch eine super Idee. Davon hat man, gerade wenn man viel Migräne hat, dann echt zu wenig. Da muss man mit der Dosierung echt rumprobieren. Auch welche Form man am besten verträgt (Tabletten oder was zum Auflösen?). Aber das war so was, was mir wirklich gut geholfen hat. Auch in akuten Fällen. Da trink ich dann gleich mal einen halben Liter Magenisumzitrat in Wasser aufgelöst und schlittere so um das schlimmste herum.
    Allerdings gibts bei dem Thema eben so viele Möglichkeiten und Tipps… es dauert, bis man was findet was echt funktioniert. Meine Mama hat’s sogar erst mit über 40 geschafft…

  11. 11

    Spontan bin ich selten (leider) und freue mich dann umso mehr, wenn ich eine tolle Zeit hatte. Aber seit ein paar Jahren bevorzuge ich lieber die Couch und der Tatort am Sonntag ist mein festes Ritual. Nächstes Jahr möchte ich unbedingt wieder viel mehr unternehmen :-*

    Melanie / http://www.goldzeitblog.blogspot.de

  12. 12

    Oh ja, diese Ausreden kennt wohl jeder – manchmal weiß man ganz genau, dass es eine Ausrede ist, manchmal klingt sie aber so authentisch, dass man sie gar nicht als das entlarvt, was sie eigentlich ist. Obgleich ich noch nie ein Mensch der spontanen Aktionen war, merke auch ich, dass Aktivitäten seltener geworden sind. Gleichzeitig fühle ich mich aber sehr wohl mit der Form des Lebens, was ich momentan führe und meine Wohlfühl-Momente sind heute andere, als sie es früher waren!

    Allerliebst
    Melia Beli
    http://www.meliabeli.de

  13. 13

    Was für ein inspirierender post!
    Ja das stimmt, auch bei mir kostet es manchmal etwas Überwindung „spontan“ zu sein… aber ich versuche dann immer daran zu denken, dass ich es fast nie bereue spontan einfach irgendwo mit dabei zu sein und die Couch zu verlassen…

    Ganz liebe Grüße,

    Sophia :)

    http://www.piefka.com/

  14. 14

    Das hast du wirklich schön geschrieben. Und da kann ich dir auch nur recht geben. Ich selber bin leider total unspontan geworden. Ich hoffe das es dich mal bald wieder ändern wird.
    Liebe Grüße Lisa♥
    lisaslovelyworld

  15. 15

    Liebe Martina, ein wirklich toller Beitrag, der mit absolut aus dem Herzen spricht. Ich habe mich jahrelang sozusagen eher zu Hause eingeigelt, aber gerade die letzten Jahre versuche ich mich, teilweise sogar zu zwingen, eben diese Komfortzone wieder zu verlassen und habe dadurch schon die tollsten Sachen erlebt. Es zahlt sich also meistens wirklich aus, zu Hause wird einem wohl eher selten etwas Aufregendes und Neues passieren. Ich wünsche dir eine ganz fabelhafte Wochenmitte, alles Liebe und ganz ganz liebe Grüße, x S.Mirli (http://www.mirlime.com)

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